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Stars von morgen fordern die Stars von heute



Der Radklassiker Rund um Köln gehört nicht nur für die Fans zu den Höhepunkten des Jahres. Für die deutschen Teams gehört der 10. Juni zu den wichtigsten Terminen der Saison. Bei kaum einem anderen Rennen haben sie die Chance, sich vor ähnlich großer Kulisse mit den Stars zu messen. «Es ist auch das Duell der Stars von morgen mit den Stars von heute, das Rund um Köln seine besondere Spannung verleiht», so Alexander Donike, als Technischer Direktor auch für die Verpflichtung der Teams zuständig. «Natürlich freuen wir uns auf ein erstklassiges Feld und einige der Top-Teams der World-Tour», so Donike, «aber gleichzeitig sehen wir es auch als unsere Verpflichtung, den jungen deutschen Teams und Fahrern hier eine Bühne zu bieten. Eine Verpflichtung, der wir nur allzu gerne nachkommen. Denn solche Bühnen brauchen wir für den Radsport in Deutschland.»



Im Gegenzug sind es oft gerade die kleinen Teams, die für die Würze garantieren in der Achterbahnfahrt durch das Bergische Land – und in der Vergangenheit schon für einige Überraschungen gesorgt haben in der über 100-jährigen Geschichte von Rund um Köln. «Unsere Strecke lädt zu Angriffen geradezu ein», erklärt Donike. «Aber sie bietet auch keinen Moment wirklich Zeit zum Atemholen. Das ist hart für die Sprinter, aber macht auch das Leben in einer Ausreißergruppe nicht leichter.»

Insgesamt sieben deutsche Continental-Teams dürfen sich bei der 102. Austragung von Rund um Köln präsentieren. Neben dem Development Team Sunweb mit Max Kanter, Siebter der U23-WM in Bergen, sowie dem erst 19-jährigen Niklas Märkl stehen das LKT Team Brandenburg, Heizomat Rad-Net, Lotto-Kern Haus, Dauner D&DQ-Akkon, Sauerland NRW p/b SKS GERMANY und Bike Aid in den Startlisten für den 10. Juni. Mit Spannung erwartet wird dabei unter anderem der Auftritt von Juri Hollmann, im vergangenen Jahr noch Vierter im WM-Rennen der Junioren im Einzelzeitfahren. Der 18-Jährige des von Bundestrainer Ralf Grabsch betreuten Teams Heizomat Rad-Net gehört zu den jüngsten Fahrern im Feld. Julian Braun von der Mannschaft Dauner D&DQ-Akkon ist Deutscher Vizemeister im Zeitfahren der U23. Im Trikot der Mannschaft Leopard aus Luxemburg ist auch Alexander Krieger wieder für Rund um Köln gemeldet. Als 13. war der 26-Jährige vor Jahresfrist im Finale am Rheinauhafen bester Deutscher.

«Unser Rennen war schon für einige Stars das Sprungbrett – oder mindestens ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter», sagt Alexander Donike und erinnert an Michael Matthews, der 2011 als erst 20-Jähriger und U23-Weltmeister am Rheinufer gewann und inzwischen bei den drei großen Landesrundfahrten Tour de France, Giro d‘Italia und Vuelta insgesamt acht Etappen gewinnen konnte. Beste Erinnerungen hat auch der Ire Sam Bennett an Köln: Der Profi vom Team BORA–hansgrohe, der am Sonntag seinen dritten Etappensieg beim Giro feierte, gewann 2014 in Köln. Dylan Groenewegen, Sieger von Rund um Köln 2016, ließ seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France im vergangenen Jahr folgen. «Und natürlich schauen wir auch immer auf die deutschen Fahrer – wie auf Nikias Arndt, 2016 bei uns Dritter und auch schon Etappensieger des Giro», so Donike.

Ein Wiedersehen gibt am 10. Juni in der Nationalmannschaft der Schweiz – in der Sportlichen Leitung geführt von Danilo Hondo – auch mit dem Dritten des Vorjahres, Fabian Lienhard. Der 24-Jährige steht in dieser Saison beim Team Holowesko-Citadel p/b Araphaoe Resources unter Vertrag und war zuletzt bei der Amgen Tour of California im Einsatz.

Ob als Ausreißer oder mit Hoffnung auf den Sprint, ob bei einem der letzten Tests vor der Tour de France oder beim Höhepunkt des Jahres, Rund um Köln ist für alle ein besonderes Rennen: «Dieses Panorama, wenn man da nach Köln rein fährt – gerade als Sprinter ist das der Moment, auf den ich mich am meisten freue», sagt der 14-fache Tour-Etappensieger Marcel Kittel über Rund um Köln.

Weitere Details zum Feld für Rund um Köln werden am Montag, 4. Juni, im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt. Eine erste offizielle Startliste wird ebenfalls zum Wochenstart erwartet. Aufgrund von kurzfristigen Änderungen liegt die endgültige Startliste für die 102. Austragung des Rennens erst am Abend des 9. Juni vor.


 
 
 

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